Schönbrunner, Ignaz Johann (1835-1921), Maler

Schönbrunner Ignaz Johann, Maler. Geb. Wien, 1. 5. 1835; gest. ebenda, 13. 2. 1921. Sohn des Zimmermalers Johann S., Bruder der beiden Folgenden und von Franz Xav. S. (s. u. Karl S.). S. stud. 1852–58 (mit Unterbrechungen) an der Wr. Akad. der bildenden Künste, 1858–64 bei J. v. Führich (s. d.) und spezialisierte sich in der Folge auf Wandmalerei. 1866 erhielt er mehrere Aufträge für die Innenausstattung der Wr. Oper, so für die dekorative Malerei eines zweiten Vorhangs und ornamentale Malereien für den Kaisersaal, den Salon der Erzhge. und die Galerietreppen bzw. -ränge. 1869 wurde er Mitgl. der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens (Künstlerhaus). 1870 wurde er mit der Innenausmalung der von Moritz Ch. Gf. Fries (s. d.) gestifteten Vöslauer Pfarrkirche betraut.

W.: Gesetzgebung auf Sinai und Jüngstes Gericht, Deckenmalereien, gem. mit Leopold Schulz und Anton Roux, 1869–71 (Pfarrkirche Schottenfeld, Wien VII.); Fries’sche Wappentafel, um 1870 (Öl auf Holz); Ausführung der Sgraffiti an der Univ. Wien, gem. mit Christian Petersen (nach A. Eisenmenger); usw.
L.: Bénézit; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Fuchs, 19. Jh.; Fuchs, Erg.Bd.; Thieme–Becker; Kunst-Chronik (Beibl. zur Z. für Bildende Kunst) 13, 1878, Sp. 547; R. Schmidt, Das Wr. Künstlerhaus …, 1951, S. 51; H.-Ch. Hoffmann – W. Krause – W. Kitlitschka, Das Wr. Opernhaus (= Die Wr. Ringstraße 8/1), 1972, s. Reg., bes. S. 419f.; W. Kitlitschka, Die Malerei der Wr. Ringstraße (= ebenda, 10), 1981, s. Reg.; Die großen Architekten der Ringstraßenzeit, ihre Vorläufer und Nachfahren auf dem Lande, Bad Vöslau 1986, S. 72, 78 (Kat.).
(H. Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 51, 1995), S. 59
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