Schrott, Josip (1791-1857), Bischof

Schrott Josip, Bischof. Geb. Svetice (Kroatien), 28. 2. 1791; gest. Csávos, Kom. Torontál (Ungarn), 6. 9. 1857. Besuchte das Gymn. in Agram (Zagreb), wo er auch die phil. und theolog. Stud. absolv. 1810–13 war er Lehrer am Agramer Gymn. und Erzieher im Hause des Gf. Johann Nep. Oršić. Nach seiner Priesterweihe, 1813, wirkte S. als Gymn.Prof. und Prediger und las an der Akad. der Wiss. in Agram Religionslehre und Mathematik; Dr. phil. an der Univ. Pest (Budapest). Ab 1824 war er Pfarrer in Kutjevo, ab 1830 in Brdovec und gleichzeitig Leiter der bischöfl. Kanzlei in Agram. 1832 Kanonikus des Agramer Domkapitels, wurde S. 1837 Weihbischof des Bistums Belgrad-Semendria und Generalvikar des Bischofs von Agram, Alexander v. Alagovich. Nach dessen Tod im März 1837 stand S. dem Bistum bis Jänner 1838 vor. Ab 1839 Agramer Großdompropst und Prior von Vrana, 1840–52 oberster Dir. des Schulwesens von Kroatien und Slawonien, zog er sich 1853 aus dem öff. Leben zurück. S. war ein beliebter Prediger, gewandter Redner und latein. Gelegenheitsdichter, seine Rede anläßl. des Requiems für K. Franz I. im Dom von Agram, 1835, wurde mit dem Panegyrikus des Jüngeren Plinius verglichen. Er trat auch als Mäzen (u. a. Kirche und Schule in Farkašic, Hauptaltar des Domes von Agram, Ursulinenkloster in Warasdin/Varaždin) hervor und übers. das „Handbuch der Religionswissenschaft“ Frints (s. d.) ins Latein.

W.: Scientia religionis, quam ex systemate Jacobi Frinti in Latinum compendium redegit …, 3 Bde., 1822, 2. Aufl. 1824; Oratio funebris qua … Francisco I. … parentavit, (1835); usw.
L.: Narodne novine, 22. und 23. 9. 1857; Znam. Hrv.; Zagrebački katolički list, 1857, n. 38; M. Gross, Počeci moderne Hrvatske, 1985, S. 279, 312, 334.
(T. Radauš)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 53, 1998), S. 260f.
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