Schubert, Ferdinand (1824-1853), Maler

Schubert Ferdinand, Maler. Geb. Wien, 15. 8. 1824; gest. ebenda, 15. 8. 1853. Enkel von Franz Theodor, Sohn von Karl d. Ä., Neffe von Franz Peter S. (alle s. d.). S. nahm ersten Malunterricht bei seinem Onkel, dem Maler Heinrich Schwemminger, dem er nach Rom gefolgt war, wo er Stud. nach der Antike und den Gemälden der italien. Meister betrieb. 1841 begann er sein Stud. an der Wr. Akad. der bildenden Künste, ab 1845 stellte er in den Jahresausst. zu St. Anna aus. Zu seinem Œuvre zählen Porträts, Historien- und Genrebilder; bei der Ausführung der Gemälde für die Kapelle der Landesirrenanstalt in Wien unterstützte er Schwemminger.

W.: Porträts: Franz Schubert (Schubert-Geburtshaus, Wien); Ferdinand Schubert, Heinrich Schwemminger, Marie Schubert (alle Hist. Mus. der Stadt Wien, Wien); usw. Habsburgs Mauern, 1853 (Österr. Galerie, Wien); Der Fischer und die Nixe (Kunsthaus Zürich); Christus (Schloßkapelle, Grafenegg); Blondel und Richard Löwenherz (Hist. Mus. der Stadt Wien, Wien); Italienerin am Brunnen; Romeo und Julie; Der Tod des Prinzen von Oranien; usw.
L.: Bénézit; Fuchs, 19. Jh.; Thieme–Becker; Wurzbach; A. Martinez, Wr. Ateliers. Biograph.-krit. Skizzen 7, 1896, S. 63ff.; F. v. Boetticher, Malerwerke des 19. Jh. 2/2, 1898; Das Kunsthaus (Zürich) 8, 1919, H. 8/9, S. 11f.
(Ch. Gruber – H. Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 53, 1998), S. 270
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