Schubert, Heinrich Karl (1827-1897), Maler

Schubert Heinrich Karl, Maler. Geb. Wien, 23. 7. 1827; gest. ebenda, 12. 2. 1897. Enkel von Franz Theodor, Sohn von Karl d. Ä. und Neffe von Franz Peter S. (alle s. d.). S., der den ersten Malunterricht durch seinen Vater erhielt, stud. 1841–50 an der Wr. Akad. der bildenden Künste u. a. bei Th. Ender (s. d.) und Franz Steinfeld, mit denen er auch Stud.Reisen unternahm. In den ersten Jahren widmete er sich fast ausschließl. der Landschaftsmalerei, zuerst in Öl, ungefähr ab 1860 wechselte er zur Aquarellmalerei; ab 1870 spezialisierte er sich auf die Blumenmalerei. Zu seinen Auftraggebern zählten u. a. Leopoldine Fürstin Pálffy, für die er eine Ser. von Aquarell-Landschaften schuf, und Melanie Gfn. Zichy, für die er nach Vorlagen zehn Bilder aus Mexiko anfertigte. Aber auch als Lehrer wirkte S., so ab 1875 für den Prinzen Ferdinand v. Sachsen-Coburg-Koháry, den späteren Fürsten von Bulgarien, der ihn zu einer Reise durch Bulgarien einlud, bei der S. die schönsten Landschaften in Aquarellen festhielt. Später fungierte er als Lehrer bzw. Reisebegleiter für die Familie des Off. und Technikers Artmann (s. d.). S., ein Feinmaler der Aquarell-Landschaft, war 1868–77 Mitgl. der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens (Künstlerhaus).

W.: Wienerwaldlandschaft, Weg zur Türkenschanze, Altsievering, Straße nach Gersthof, Döbling, Währing, Fischertor, Schottenbastei mit Kegelhaus (alle Hist. Mus. der Stadt Wien, Wien); Moschee aus Sofia; Aquarellser. aus Tirol, OÖ und Kärnten; usw.
L.: Wr. Ztg., 13. 2. 1897; Bénézit; Biograph. Jb. 4, 1900, Sp.107 (Totenliste); Eisenberg, 1893, Bd. 1; Fuchs, 19. Jh.; Thieme–Becker; Wurzbach; A. Martinez, Wr. Ateliers. Biograph.-krit. Skizzen 1, 1891, S. 23ff.; R. Schmidt, Das Wr. Künstlerhaus …, 1951, S. 48; H. Schöny, in: Jb. der Herald.-Genealog. Ges. „Adler“, F. 3, Bd. 9, 1978, S. 19, 23; Archiv der Akad. der bildenden Künste, Wien.
(Ch. Gruber – H. Schöny)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 53, 1998), S. 274f.
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