Schubert, P. Hermann (Anton Eduard) (1826-1892), Prediger und Seelsorger

Schubert P. Hermann (Anton Eduard), OSB, Prediger und Seelsorger. Geb. Wien-Roßau, 3. 2. 1826; gest. Kaltenleutgeben (NÖ), 7. 9. 1892. Sohn von Franz Theodor S. (s. d.) aus dessen zweiter Ehe, Stiefbruder von Franz Peter S. (s. d.). S. besuchte 1836–42 das Wr. Schottengymn. und absolv. danach bis 1844 die phil. Jgg. an der Univ. In diesem Jahr trat er im Wr. Schottenstift in den Benediktinerorden ein, 1847 Profeß; ab 1845 stud. er Theol. an der Univ., 1849 Priesterweihe. 1851 Ass. für Mathematik und Naturgeschichte am Schottengymn., 1883–89 Religionslehrer, wirkte S. 1852–61 als Kooperator in Pulkau (NÖ), dann in der Pfarre Gumpendorf (Wien VI.). Als Stiftsprediger (1862–89) war S. ein ernster, gemäßigter und sehr gewandter Kanzelredner von hoher Popularität, dessen Fastenpredigten bes. bei der vornehmen Wr. Welt sehr beliebt waren.

W.: Predigt bei der Oktav der 700jährigen Jubelfeier der Pfarrkirche zum hl. Michael zu Pulkau, 1858; Predigt am Ostermontage 22. 4. 1867 zu Gunsten des Vincentius Ver., 1867; Predigt bei Gelegenheit der 25jährigen Jubiläums-Feier der Wr. Diöcesan-Priester, 1874; Predigt am Feste des hl. Leopold am 15. 11. 1874, 1874; Predigt aus Anlaß der Feier des 1400jährigen Geburtstages des hl. Ordensstifters Benedictus, 1880; usw. Manuskripte, Stiftsarchiv Schotten, Wien.
L.: Illustrirtes Wr. Extrabl., Das Vaterland, 8., N. Fr. Pr., 8. und 9., NWT, 8.–10., Wr. Ztg., 9. (Abendausg.) 9. 1892; Neuigkeits-Weltbl. und RP, 18. 11. 1928; Scriptores OSB; Wurzbach (s. u. Schubert Karl); M. Adolph, Chronicum Literarium Scotense, 1874; Stud. und Mitth. aus dem Benedictiner- und dem Cistercienser-Orden 13, 1892, S. 450; Jahres-Ber. des k. k. Obergymn. zu den Schotten in Wien … 1893, 1893, S. 53; A. Hübl, Geschichte des Unterrichtes im Stifte Schotten in Wien, 1907, S. 196; J. Jung – G. Schlass u. a., Das Schottengymn. in Wien, (1997), S. 89 (Bild).
(C. Rapf)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 53, 1998), S. 275
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