Schüler (Schiller), Max(imilian) Joseph; eigentl. Joseph Maximilian (1818-1908), Mediziner

Schüler (Schiller) Max(imilian) Joseph, eigentl. Joseph Maximilian, Mediziner. Geb. Frankenreuth, Bayern (Waidhaus, Deutschland), 12. 11. 1818; gest. Graz (Stmk.), 14. 5. 1908. Sohn eines Glashüttenverwalters. Nach Absolv. der phil. Jgg. in Olmütz (Olomouc) stud. S. ab 1838 Med. an der Univ. Wien und wurde 1845 zum Dr. med. prom. Anschließend soll er kurz am Allg. Krankenhaus in Wien gearbeitet und sich dann in Gräfenberg (Jeseník) mit der Wasserheilkde. vertraut gemacht haben. 1846 eröffnete er eine Praxis in Graz und arbeitete daneben 1847–50 im Sanitätsdep. des Guberniums für die Stmk. Ab 1848 Sekundararzt im Findelhaus und Ass. beim Lehrstuhl für Geburtshilfe, suppl. er 1850 mehrere Monate das Primariat des Irrenhauses und erhielt zu Ende desselben Jahres die dort neugeschaffene Sekundararztstelle. 1852 von den Ständen als Vertreter des erkrankten Dir. von Tobelbad bestellt, rückte er nach dessen Tod noch im selben Jahr zum Dir. auf. 1859 übernahm er im Auftrag der Stände die Dion. von Bad Neuhaus (Toplice Dobrna), 1868 schließl. jene der Landeskuranstalt in Rohitsch-Sauerbrunn (Rogaška-Slatina) und trat 1882 i. R. S. tat sich schon 1849 während der Cholera- und Typhusepidemie hervor, wurde 1850 dafür ausgez. und gehörte 1871–83 dem Landessanitätsrat an. In Anerkennung seiner Leistungen wurde er k. Rat. S. machte sich durch sein prakt. und organisator. Wirken wie auch durch auf jahrzehntelangen Erfahrungen als Badearzt basierende Publ. um das ständ. organisierte Kurwesen in der Stmk. verdient.

W.: Der steiermärk.-ständ. Curort Tobelbad, 1856, 2. Aufl.: Der landschaftl. Curort Tobelbad bei Gratz in Stmk. (= Braumüller’s Bade-Bibl. 12 a), 1864; Der landschaftl. Curort Neuhaus bei Cilli in Unterstmk. (= ebenda, 6 a), 1862; Der Curort Rohitsch-Sauerbrunn in Stmk., 1877; usw.
L.: Wurzbach; UA, Stmk. LA, beide Graz, Stmk.
(H. H. Egglmaier)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 53, 1998), S. 290
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