Schustler, Karl (1811-[nach] 1848), Maler und Lithograph

Schustler Karl, Maler und Lithograph. Geb. Neuwald, Böhmen (Tschechien), 1811; gest. nach 1848. S. stud. ab 1834 an der Wr. Akad. der bildenden Künste Hist. Zeichenkunst und Antiken-Schule u. a. bei L. Kupelwieser (s. d.) und hielt sich anschließend bis ca. 1840 in Baden auf, wo er einige Persönlichkeiten der Ges. porträtierte, so u. a. den Baumeister Anton Hantl, den Verwalter des Melker Stiftshofes P. Rupert Helm OSB und H. Rollett (s. d.). Bedeutend ist aber v. a. seine lithograph. Ser., die er für Johann Nep. Geigers Werk: Der Mensch und sein Beruf, 1837–38, zeichnete und die sich durch „charakteristische Composition und durch coloristische Vorzüge“ (Rollett) auszeichnet. Aus 1848 liegt das letzte bekannte Werk vor, danach gibt es keine Anhaltspunkte mehr für S.s Wirken.

W.: Faust, 1841; Der Gang mit dem Allerheiligsten, 1842; Der schlafende Postillon, 1842; usw.
L.: Bénézit; Fuchs, 19. Jh.; Thieme–Becker; Wurzbach; H. Rollett, Neue Beitrr. zur Chronik der Stadt Baden b. Wien 13, 1900, S. 10; WStLA, Archiv der Akad. der bildenden Künste, beide Wien.
(H. Grimm – Ch. Gruber)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 11 (Lfg. 54, 1999), S. 401
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