Sirk, Albert (1887-1947), Maler, Graphiker und Illustrator

Sirk Albert, Maler, Graphiker und Illustrator. Geb. Santa Croce, Triest-Freie Stadt (Italien), 26. (25). 5. 1887; gest. Celje, Jugoslawien (Slowenien), 13. 9. 1947. – Nach Besuch der Realschule in Triest lernte S. 1906–07 an der dortigen Gewerbeschule dekoratives Zeichnen und arbeitete danach als Zeichner in einer lithograph. Anstalt; 1909–12 versah er Dienst in der Kriegsmarine. Im Anschluß belegte er bis 1913 Kurse an den Kunstakad. in Venedig und Urbino, legte die Lehrbefähigungsprüfung als Zeichenlehrer für Volks- und niedere techn. Schulen ab und wurde im selben Jahr als Marinezeichner nach Pola (Pula) berufen, wo er u. a. auch den Kindern von Admiral Miklós Horthy Zeichenunterricht gab. Nach dem 1. Weltkrieg als Vertragslehrer am Gymn. in Triest angestellt, wurde S. 1923 als „unerwünschter Slowene“ gekündigt und begann i. d. F. neben seiner Lehrtätigkeit als Illustrator für slowen. Z. (u. a. „Naš glas“, „Novi rod“, „Novice“) zu arbeiten. 1929 übersiedelte er nach Slowenien, wo er als Fachlehrer in Lenart v Slovenskih goricah und Celje wirkte, gleichzeitig aber weiterhin für Z. („Ilustracija“ u. a.) Illustrationen lieferte und ab 1931 an mehreren Ausst. teilnahm. Während des 2. Weltkriegs nach Serbien ausgesiedelt, unterrichtete S. nach Kriegsende an der Lehrerbildungsanstalt in Portorož. An allen künstler. Zeitströmungen teilhabend, umfaßt sein maler. Œuvre Seestücke, Porträts und Stilleben. Daneben entstanden eine Reihe von aquarellierten Reiseskizzen, Federzeichnungen, Holzschnitten und Karikaturen. Bedeutung im slowen. Kontext erlangte er v. a. als Marinemaler.

W.: s. u. SBL.
L.: Enc. Jug.; PSBL; SBL (m. W. und L.); Thieme–Becker; Vollmer; F. Šijanec, in: Celjski zbornik 1, 1951, S. 138ff. (m. B.); ders., A. S. 1887–1947, 1952; L. Menaše, Avtoportret na Slovenskem (= Ljubljana. Moderna Galerija. Razstave 52), Ljubljana 1952 (Kat.); J. Mesesnel u. a., A. S., retrospektivna razstava, Piran 1972 (Kat.); Enc.Slovenije 11, 1997.
(E. Hüttl-Hubert)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 306f.
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