Siuschegg (Seyschegg), Anton (1875-1926), Militärmusiker und Komponist

Siuschegg (Seyschegg) Anton, Militärmusiker und Komponist. Geb. Weiz (Stmk.), 16. 5. 1875; gest. Klagenfurt (Ktn.), 13. 11. 1926; röm.-kath. – Sohn eines Notariatsschreibers, erlernte S. die Hafnerei und wurde – bereits zu dieser Zeit als Flügelhornist in der Musikkapelle des Grazer Bürgerkorps und als Komponist tätig – 1896 zum steir. IR 27 assentiert. In diesem wurde er in die Rgt.kapelle übernommen und stieg bis zum Tit.-Feldwebel (1900) auf. 1903 wurde er als Baon.-Tambour zum böhm. IR 94 (mit dem Stab in Theresienstadt/Terezín) versetzt, 1904 in der selben Eigenschaft zum krainer. IR 17 nach Klagenfurt. Hier ließ er sich 1905 (nach Heirat und Hauskauf im selben Jahr) als Gastwirt nieder. Während des 1. Weltkriegs diente S. in der Ersatzreserve und war bei Kriegsende Rgt.-Tambour und Kapellmeister des X. Armeekorps. S., genannt der „Vater der Kärntner Musiker“, nahm am Klagenfurter Musikleben weiterhin aktiv teil. Er komponierte zahlreiche Märsche, Walzer und Potpourris für Blasmusik, von denen u. a. die Märsche „Kärnten den Kärntnern“ sowie „Kärnten frei und ungeteilt“ und „Kärntnertreue“ (beide gedruckt 1955) weitere Verbreitung fanden.

W.: Weidmannslust-Marsch, Kärntnerklänge (für 2 Flügelhörner und Blasorchester), beide gedruckt 1955; etc.
L.: Freie Stimmen, 15. 11. 1936; Suppan; Suppan, Blasmusik, 4. Aufl. (m. W.); G. Bucher, in: Weiz. Geschichte und Landschaft in Einzeldarstellungen 5, 1958, S. 54ff. (m. B.); Österr. Blasmusik 18, 1970, Nr. 5, S. 3f. (m. B.); G. Wichart, in: Stud. zur Musikwiss. 39, 1989, S. 182; KA, Wien.
(H. Reitterer)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 313
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