Skalník, Václav (1776-1861), Kunstgärtner

Skalník Václav, Kunstgärtner. Geb. Hořin, Böhmen (Hořín, Tschechien), 29. 6. 1776; gest. Marienbad, Böhmen (Mariánské Lázně, Tschechien), 7. 10. 1861. – Sohn eines fürstl. Lobkowitzschen Gärtners in Hořin. S. schloß seine Ausbildung 1795 bei dem Schloßgärtner der Gf. Špork ab und war danach maßgebl. an der gärtner. Neugestaltung in Hořin beteiligt. 1817 beauftragte ihn der Abt des Prämonstratenserstifts Tepl, Reitenberger (s. d.), auf Empfehlung des Fürsten A. I. v. Lobkowitz (s. d.) mit der Projektierung der Parkanlagen in Marienbad; es wird angenommen, daß S. den generellen Aufbauplan einer Gartenstadt entworfen hat; erst danach sollte die Landesbaudion. das Bebauungsprogramm der Stadt erstellen, ein für die damalige Zeit außergewöhnl. Verfahren. Mit der Umsetzung der Pläne wurde noch 1817 begonnen: Sumpfböden wurden entwässert, Wege angelegt und die verschiedensten Gehölzarten ausgepflanzt, wobei diese künstler. Ausgestaltung der Kurparkanlagen immer wieder von seiten der Kurgäste (u. a. auch von Goethe) bes. Anerkennung fand. I. d. F. übersiedelte S. nach Marienbad und war ab 1824 für 19 Jahre Bgm. dieser Stadt. S. war 1830 auch an der Anlegung des Kurparks am Neu- und Theresienbrunn in Karlsbad (Karlovy Vary) sowie höchstwahrscheinl. an dem des Kurorts Bilin (Bílina) beteiligt. Seine Arbeit wurde durch seinen erstgeborenen Sohn Karl S. (geb. Hořin, 3. 2. 1802; gest. 16. 11. 1880) fortgesetzt.

L.: Egerländer Biograf. Lex.; Thieme–Becker; Toman; Wurzbach; J. Nožička, in: Vědecké práce Výzkumného ústavu okrasného zahradnictví 1, 1961, S. 317ff.; K. Hieke, in: České zámecké parky a jejich dřeviny, 1984, S. 16ff.; B. Pacáková-Hošťálková, in: Úloha tvůrčích osobností při rekonstrukcích historických zahrad, 1996, S. 73ff.; D. Riedl, in: Zahrady a parky v Čechách, na Moravě a ve Slezsku, 1999, S. 159ff.; ders. – B. Pacáková-Hošťálková, ebd., S. 228ff. (m. L.); B. Pacáková-Hošťálková, in: Zahradnický slovník naučný 5, 2001, S. 280; Materialiensmlg. ÖBL, Wien.
(V. Vavrová)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 314f.
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