Škoda, Karl (1872-1930), Tierarzt

Škoda Karl, Tierarzt. Geb. Oslawan, Mähren (Oslavany, Tschechien), 26. 7. 1872; gest. Villach (Ktn.), 22. 7. 1930. – Nach Absolv. des Gymn. in Wien stud. S. Veterinärmed. an der Tierärztl. Hochschule und Med. an der Univ. Wien. 1893 Erhalt des tierärztl. Diploms, 1900 Dr. med. Danach Ass. an der Lehrkanzel für systemat. und topograph. Anatomie, habil. er sich 1903 als Priv.Doz. für Tieranatomie, wurde 1911 zum ao. Prof. und 1914 zum o. Prof. und Vorstand der Lehrkanzel für Anatomie an der Tierärztl. Hochschule ernannt; 1925–27 Rektor. Wiss. befaßte er sich v. a. mit der systemat. und topograph. Anatomie. Berühmt wurden seine anatom. Beschreibungen des Pferdes, das „ligamentum metacarpo(-tarso)-intersesamoideum“ des Pferdes fand als „Skodasches Band“ Eingang in die veterinäranatom. Nomenklatur. In seinen Vorlesungen legte er bes. Wert auf jene anatom. Kenntnisse, die für die Chirurgie und die Exterieurlehre von Bedeutung waren, und forcierte die anatom. Präparierübungen. Die anatom. Smlg. bereicherte er durch Injektions- und Ausgußpräparate und vermachte ihr nach seinem Tod (während eines Kuraufenthaltes in Warmbad Villach) Schädel und Kleintierskelette aus seinem Privatbesitz. Seine Publ. erschienen v. a. im „Anatomischen Anzeiger“.

L.: NFP, NWT, 24. 7. 1930; Jb. der Wr. Ges.; Kürschner, Gel.Kal. 1926, 1928/29, 1931; J. Schreiber, in: Wr. Tierärztl MS 55, 1968, S. 198; 200 Jahre Tierärztl. Hochschule in Wien. FS, 1968, s. Reg.
(D. Angetter)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 326f.
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