Skrejšovský, František (1837-1902), Zeitungsherausgeber, Unternehmer und Notar

Skrejšovský František, Zeitungsherausgeber, Unternehmer und Notar. Geb. Libischan, Böhmen (Libišany, Tschechien), 1. 8. 1837; gest. Wsetin, Mähren (Vsetín, Tschechien), 21. 7. 1902; röm.-kath., ab 1888 russ.-orthodox. – Bruder von Jan Stanislav S. (s. d.). Stud. an der Univ. Prag Jus.; 1844 Dr. jur. Ab 1865 Eigentümer einer Druckerei in Prag, gründete er 1867 die tschech. WS „Světozor“ (nach dt. Vorbildern), ab 1872 mit der Modebeilage „Bazar“, die er beide aber 1875 wegen finanzieller Verluste abgab. Er besaß eine Holzgroßhandlung und eine Parkettbödenfabrik in Prag, seine Beteiligung an dem von seinem Bruder hrsg. Tagblatt „Politik“ endete jedoch mit dem Verlust eines erhebl. Teiles seines Vermögens. 1874–76 Abg. zum böhm. LT, 1874–75 zum RR in Wien, gehörte er zu den tschech. Abg. der passiven Resistenz, die sich nicht an der parlamentar. Arbeit beteiligten. S. war 1886–89 auch Hrsg. der russophilen Halbms. „Východ“. In den 90er Jahren zog er sich aus dem öff. Leben zurück und lebte als Notar in Wsetin.

L.: Otto; M. Navrátil, Almanach československých právníků, 1930; R. Dragounová, Časopis Světozor a jeho místo v českém kulturním a politickém vývoji …, DA Praha, 1985; V. Reittererová – H. Reitterer, Vier Dutzend rothe Strümpfe … Zur Rezeptionsgeschichte der Verkauften Braut von B. Smetana in Wien ... (= Theatergeschichte Österr. III/4), 2004, s. Reg.
(M. Sekera)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 334f.
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