Skutetzky, Alexander (1869-1929), Pathologe

Skutetzky Alexander, Pathologe. Geb. Wien, 8. 5. 1869; gest. Praha, Tschechoslowakei (Tschechien), 13. 11. 1929. – Sohn eines Kondukteurs der Staatsbahnen. S. stud. nach Absolv. der Gymn. in Leoben und Melk ab 1888 Med. an der Univ. Wien; 1895 Dr. med. Zunächst in den Garnisonsspitälern Wien (1895) und Theresienstadt (Terezín) (1896) tätig, wurde er Sekundararzt im Truppenspital in Łańcut. 1901–03 war er Sekundararzt und Lehrer für Naturgeschichte an der Militär-Oberrealschule in Mähr. Weißkirchen (Hranice). 1903–04 an der I. med. Univ.klinik in Prag unter Rudolf Jaksch v. Wartenhorst (s. d.), dann bis 1907 wieder an der obgenannten Oberrealschule tätig, erhielt er für seine als Rgt.arzt verf. Arbeit „Die neueren Arzneimittel in der ärztlichen Praxis“ vom Militärsan.komitee in Wien 1907 den Ersten Preis. 1909 wurde er Chef der Internen Abt. des Garnisonsspitals in Prag und war auch wieder an der Klinik Jaksch tätig. 1912 Priv.Doz. für spezielle Pathol. und Therapie der inneren Krankheiten an der Univ. Prag, wurde er 1914 zum Kriegsdienst eingezogen und in Serbien schwer verwundet; 1918 Oberstabsarzt, eröffnete er 1919 eine Privatpraxis in Prag. Wiss. bearb. er die Gebiete Infektionskrankheiten, Tuberkulose, Arzneimittel und Stoffwechsel.

W.: s. u. Pelzner.
L.: NWT, 15. 11. 1929; Kürschner, Gel.Kal., 1926, 1928/29; K. Pelzner, Personalbiographien … Dt. Karl-Ferdinands-Univ. … 1900–45, med. Diss. Erlangen-Nürnberg, 1972, S. 65ff. (m. W.); L. Hlaváčková – P. Svobodný, Biograph. Lex. der dt. med. Fak. in Prag 1883–1945, 1998; UA, Wien.
(R. Winter)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 341f.
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