Sláma, Anton (1803-1879), Kontrabassist

Sláma Anton, Kontrabassist. Geb. Prag, Böhmen (Praha, Tschechien), 4. 5. 1803 (1804); gest. Wien, 24. 4. 1879. – Stud. ab 1816 am Prager Konservatorium beim Reformator des Kontrabaßspiels Wenzel Hauser (1764–1847) Kontrabaß sowie bei Franz Weiß Trompete und Posaune. 1822 trat er als Trompeter und Posaunist ins Orchester des Prager Ständetheaters ein und wechselte 1824 als 1. Kontrabassist an das Theater in Ofen (Budapest). 1828 wurde S. in gleicher Eigenschaft an die Wr. Hofoper engag. Ab 1833 unterrichtete er am KdM in Wien Kontrabaß (bis 1865) und Posaune (bis 1869). Er war auch (ab 1832) Kontrabassist der Domkapelle zu St. Stephan, der Wr. Hofmusikkapelle (1846 Exspektant, 1862 w. Mitgl.) und 1860–65 Mitgl. der Wr. Philharmoniker (Gründungsmitgl.). S., ein hervorragender Lehrer, schrieb eine der ersten grundlegenden Kontrabaßschulen sowie eine Etüdensmlg. für die Posaune.

W.: Contrabaß-Schule in 30 leicht fassl. und gründl. Lectionen …, 1840; 66 Etüden … für die Posaune, 2 He., 1868.
L.: Bernsdorf – Schladebach; ČHS; Schilling; Wurzbach; Wr. allg. Musik-Ztg. 8, 1848, S. 214f.; F. S. Gaßner, Universal-Lex. der Tonkunst, Neuausg. 1849; R. v. Perger, 50 Jahre Wr. Philharmoniker ..., 1910, S. 104; J. Branberger, Das Konservatorium für Musik in Prag ..., 1911, S. 355; R. v. Perger – R. Hirschfeld, Geschichte der k. k. Ges. der Musikfreunde in Wien, 1912, S. 67, 106, 326; A. Planyavsky, Geschichte des Kontrabasses, 2. Aufl. 1984, s. Reg.; J. Focht, Der Wr. Kontrabaß, 1999, s. Reg.; WStLA, Wien.
(Ch. Fastl)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 57, 2004), S. 346
<=  S. 1 =>
<=  S. 1 =>