Springer, Sidonie; verehel. Staeger (1878–1937), Malerin und Graphikerin

Springer Sidonie, Malerin und Graphikerin. Geb. Buchwaldsdorf, Böhmen (Teplice nad Metují, Tschechien), 4. 5. 1878; gest. Pritzwalk, Dt. Reich (Dtld.), 7. 9. 1937. Ab 1905 verehel. mit dem Maler und Graphiker Ferdinand Staeger (geb. Trebitsch, Mähren / Třebíč, Tschechien, 3. 3. 1880; gest. Waldkraiburg, Dtld., 11. 9. 1976), von dem sie sich jedoch später trennte. S. begann ihre Ausbildung an der Schule für angewandte Kunst in Gablonz an der Neiße (Jablonec nad Nisou) und wechselte 1897 an die Kunstgewerbeschule nach Prag, wo sie u. a. bei J. Schikaneder (s. d.) dekorative Malerei lernte. Nach dem Stud. hielt sie sich für kurze Zeit in der französ. Schweiz und in Wien, wo sie die Graph. Lehr- und Versuchsanstalt besuchte, später in Trautenau (Trutnov) auf, 1908–23 lebte sie gem. mit ihrem Mann in München. 1925–26 wieder in Prag, kehrte sie danach ins Riesengebirge zurück. S., die Mitgl. der Münchner Künstlergenossenschaft war, schuf hauptsächl. Landschaftsbilder und figurale Stud., die sie in Prager und Wr. Galerien präsentierte; Tle. ihres Œuvres wurden in Münchener und Berliner Fachz. reproduziert.

L.: Bénézit; Thieme–Becker; Toman; The Studio 43, 1908, S. 120; Das Braunauer Land. Ein Heimatbuch des Braunauer Ländchens …, 1971; Mitt. Collegium Carolinum, München, Dtld.
(Ch. Gruber)   
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 13 (Lfg. 59, 2007), S. 54f.
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