Stárek (Sztarek), Ľudovít (Ludwig) (1803–1863), Seelsorger und Historiker

Stárek (Sztarek) Ľudovít (Ludwig), Seelsorger und Historiker. Geb. Preßburg, Ungarn (Bratislava, Slowakei), 30. 3. 1803; gest. Trentschin, Ungarn (Trenčín, Slowakei), 22. 3. 1863; röm.-kath. S. stud. Theol. in Neutra (Nitra), empfing 1826 die Priesterweihe und war danach als Kaplan und ab 1830 als Präfekt des Waisenhauses in Sillein (Žilina) tätig. 1836 Tit.Domherr von Neutra, wirkte er ab 1845 als Pfarrer und Dechant in Trentschin. 1855 fungierte S. dort auch als Gymn.dir. und wurde außerdem Tit.Abt. Aufgrund seines Interesses für Geschichte übernahm S. die Ordnungsarbeiten in den Stadtarchiven von Sillein und Trentschin. Er verf. außerdem eine Geschichte von Sillein, die von A. Lombardini (s. d.) aus dem Latein. übers. und hrsg. wurde, sowie eine Arbeit zur Geschichte der Stadt Trentschin und seiner Burg und förderte den Kult der Hll. Svorad und Benedikt, die in der Umgebung von Trentschin gelebt hatten. 1852 entdeckte er eine röm. Inschrift in Trentschin aus der Zeit Marc Aurels, deren Inhalt er gem. mit Theodor Mommsen analysierte. S. gehört zu den ersten slowak. Historikern.

W.: Der Wegweiser in der Trentschiner Burg-Ruine und Umrisse der Geschichte der k. Freistadt und Burg Trentschin, 1852; Historia Sodalidatum B. Mariae Virginis, 1855; Historia civitatis Solna ex actis archivi exarata et deducta, Ms., ed. A. Lombardini, 1874; zahlreiche Beitrr. in den Z. Cyrill a Method, Slovenský Letopis, Katolícke Noviny, Lumír, Živena; etc.
L. (auch s. u. Sztarek): Enc. Slovenska; Rizner; Szinnyei; Wurzbach; Pešťbudínske vedomosti 3, 1863, Nr. 28, S. 1f.; Vlastivedný časopis 17, 1968, S. 47; Slovenský biografický slovník 5, 1992 (m. L.).
(I. Chalupecký)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 13 (Lfg. 59, 2007), S. 102
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