Stenta, Mario (1876–1928), Naturwissenschaftler

Stenta Mario, Naturwissenschaftler. Geb. Triest, Freie Stadt (Trieste, Italien), 8. 4. 1876; gest. ebd., 9. 9. 1928; röm.-kath. Sohn von Michele S. (s. d.). S. besuchte 1886–95 das Obergymn. in Triest, ehe er 1895 Med. an der Univ. Graz inskribierte. 1896 wechselte er an die Univ. Jena, wo er Vorlesungen in Pflanzenkde., Anatomie und Zool. besuchte. Noch im selben Jahr nach Graz zurückgekehrt, stud. er ab 1897 Naturwiss., insbes. Zool. und Pflanzenkde., an der Univ. Wien; 1901 Dr. phil. der Univ. Wien. Bereits während seines Stud. widmete sich S. 1899–1901 anthropolog. Stud. auf dem istr. Tschitschenboden und im Landesmus. in Laibach, 1902–05 hatte er eine Ass.stelle am 1. zoolog. Inst. der Univ. Wien inne. 1906 ging er als Ass. an die Univ. Padua, wo er 1908 zum Priv.Doz. für Zool., Anatomie und vergleichende Physiol. habil. wurde. Wie schon in seiner Diss. befaßte sich S. damals v. a. mit der Klassifikation und der Anatomie der Lamellibranchiaten. Um seine Stud. zu vertiefen, ging er 1910 an die zoolog. Station nach Triest. 1913 Adjunkt an der städt. Bibl. in Triest, wurde S. 1921 zum Dir. des Mus. civico di Storia naturale in Triest ernannt, wo er sich bis zu seinem Tod unermüdl. für die Neuordnung und Archivierung der aufbewahrten Materialien und Ausst.gegenstände nach wiss. Methoden einsetzte. Seine Stud. erschienen in österr. und italien. Fachz. Lange Zeit war S. Mitgl. und Präs. der Società Adriatica di Scienze Naturali in Triest sowie der in Triest 1899 begründeten Univ. Popolare. 1921 Ritter der italien. Krone. Wegen seiner Leidenschaft für Musik war S. auch Mitgl. der Società dei Filarmonici sowie Vizepräs. der Società di Minerva.

W.: s. u. Bollettino della Società Adriatica di Scienze Naturali in Trieste 30, 1929.
L.: Il Piccolo, 11. 9. 1928; Bollettino della Società Adriatica di Scienze Naturali in Trieste 30, 1929, Tl. 1, S. 61ff. (m. W.); Bollettino della Società Adriatica di Scienze. Indici 1875–2000, 2005, S. 138; Archivio di Stato di Trieste, Archivio della Diocesi di Trieste, beide Trieste, Italien; UA, Graz, Stmk.; UA, Wien.
(U. Cova)   
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 13 (Lfg. 60, 2008), S. 209
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