Paulmichl, Karl (1873-1933), Architekt

Paulmichl Karl, Architekt. * Landeck (Tirol), 16. 3. 1873; † Innsbruck, 3. 10. 1933. Stud. an den Techn. Hochschulen in Wien, München und Berlin und war in Berlin 1897–1902 bei der Fa. Dieckmann & Reglin, 1902–07 als selbständiger Architekt tätig. 1908–14 wirkte P. als Prof. an der Bauhandwerker-Schule in Imst, ab 1919 bis zur Pensionierung als Prof. an der Staatsgewerbeschule in Innsbruck. 1908 Mitbegründer des Ver. für Heimatschutz und Heimatpflege in Tirol und 1924–33 Korrespondent des Denkmalamtes für den Bez. Imst. P. war einer der Hauptvertreter der nach 1920 in Tirol führenden Architekturbewegung des landschaftsgebundenen und zugleich im Stil der neuen Sachlichkeit funktionsgerechten Bauens.

W.: Gesamtplanung der Dt. Marine- und Kolonial-Ausst. 1906, Berlin; Wiederaufbau von Zirl nach dem Brand von 1908 und von Zams nach dem Brand von 1911, beide Tirol; Umbau der Kirchen in Schnann, 1927, Schönwies, 1932, beide Tirol; Dorfbrunnen, Seefeld, Tirol; Bebauungspläne für Landeck und Inzing, beide Tirol; Schulen in Inzing, Imsterberg, Vils, Stams etc., alle Tirol; Gasthäuser, Pensionen, Schießstände, Geschäftshäuser, Denkmäler, Landhäuser, hauptsächlich in Tirol.
L.: Neueste Ztg. (Innsbruck) vom 5. 10. 1933; Tiroler Heimatbll., 1933, S. 84 f.; K. Fischnaler, Innsbrucker Chronik, Bd. 5, 1934, S. 165; Vollmer; Das Bauen in Stadt und Land von Tirol, 1933, S. 9; Mitt. E. Paulmichl, Innsbruck.
(E. Egg)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 354
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