Kiedroń, Józef (1879-1932), Montanist und Politiker

Kiedroń Józef, Montanist und Politiker. * Niederdattin, Bez. Teschen (Dolní Datyně, österr. Schlesien), 17. 3. 1879; † Berlin, 29. 1. 1932. Stud. an der Techn. Hochschule in Lemberg und 1900–02 an der Montanist. Hochschule in Leoben. Seine montanist. Tätigkeit begann er bei der Witkowitzer Kohlenbergbau-Ges. in Dąbrowa. Bis 1918 arbeitete er in Dąbrowa und Mähr.-Ostrau und organisierte hier ein umfangreiches Bildungswesen. Er gründete die Ztg. „Dziennik Cieszyński“, wirkte beim „Sokół“ und „Ognisko Polskie“ und war Mitgl. der „Śląskie Stronnictwo Narodowe“ (Schles. Nationalpartei). Nach 1902 Mitgl. der Dion. der Staatlichen Betriebe für Bergbau- und Hüttenwesen in Warschau. Während der Volksbefragung in Schlesien betätigte er sich im Poln. Kommissariat für die Volksabstimmung. Im Februar 1922 Dir. des Departements für Schles. Angelegenheiten im Min. für Industrie und Handel; 1923–25 Min. für Industrie und Handel. 1925 zog er sich nach Siemianowice (Schlesien) zurück und wirkte als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Königs- und Laurahütte.

L.: Morze, Jg. 9, 1932, n. 3; Ilustrowany Kurier Codzienny, 1932, n. 28; L. Łakomy, lnż. J. K., 1933; Wielka Ilustrowana Enc. Powszechna Gutenberga 7.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 321f.
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