Kiesewetter von Wiesenbrunn, Irene; verehel. v. Prokesch-Osten (1811-1872), Pianistin

Kiesewetter von Wiesenbrunn Irene, Pianistin. * Wien, 27. 3. 1811; † Graz, 7. 7. 1872. Tochter des Folgenden. F. Schubert schätzte ihr Klavierspiel und komponierte für sie das Quartett für vier gemischte Stimmen und Klavier „Der Tanz“ (1825) und die „Kantate zur Feier der Genesung des Frl. I. v. K. “, für sechs gemischte Stimmen und Klavier (1827). 1832 verehelichte sie sich mit A. v. Prokesch-Osten (1795–1876). J. Teltscher hat sie 1830 aquarelliert, Kriehuber 1849 lithographiert. Ihr Bruder Karl K. v. W. († Mailand, 1854) gehörte um 1824 dem Freundeskreis F. Schuberts an und war zuletzt Hofkammerrat in Wien.

L.: Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Wurzbach; O. E. Deutsch, F. Schubert. Sein Leben in Bildern, 1913, S. 402; ders., F. Schubert, Thematic Catalogue of all his Works, 1951; vgl. auch die Schubert-Literatur.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 327
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